Beiträge zum Stichwort ‘Abmahnungen’
Abmahnung wegen "Subscribe to Comments" WordPress Plugin
Wie ich gerade in Perun’s Weblog gelesen habe, hat Jan Tißler eine Abmahnung bekommen, da er auf seinem Weblog das WordPress Plugin “Subscribe to Comments” nutzte, das es einem Besucher bzw. Kommentator ermöglicht, die Kommentare eines Beitrages via E-Mail zu verfolgen.
Das Problem bei dem Plugin ist jedoch, dass es kein rechtssicheres Double-Opt-In-Verfahren beherrscht, also ein Verfahren mit dem zuerst eine Bestätigungsmail zur Identifizierung des Benutzers geschickt und dann durch die Bestätigung der Benutzer identifiziert wird. Wird dieses sogenannte Double-Opt-In-Verfahren nicht angewendet, kann Subscribe to Comments auch für fremde E-Mail Adressen aktiviert werden.
Die Kommentatoren können somit jede beliebige E-Mail in das entsprechende E-Mail Feld eintragen, um dann eine Benachrichtigung bei weiteren Einträgen zu aktivieren. Diese Adresse wird von Subscribe to Comments nicht überprüft. In einigen Fällen können die dann vom Plugin verschickten E-Mail-Benachrichtigungen als Spam gewertet werden. Dafür reicht es aus, dass das betreffende Blog gewerblich betrieben wird. Gewerblich kann man schon eingestuft werden, wenn man Adsense Werbung auf seinem Blog platziert hat.
Nun wird natürlich heiß diskutiert, ob es notwendig ist, das Plugin erst einmal zu deaktivieren, bis es vielleicht das Double-Opt-In-Verfahren beherrscht. Mehr zu dem Thema kannst du hier, hier oder hier nachlesen.
Die Alternative mit dem vielerorts zitierte CommentMailer24 Plugin scheint zur Zeit auch nicht empfehlenswert zu sein, da es angeblich mehrere gefährliche Sicherheitslücken aufweist. Auch das Wordpress Magazin weist auf die Sicherheitslücken des oben genannte Plugin’s hin.
Subscribe to Comments wird in vielen deutschen Blogs eingesetzt, da WordPress eben keine eigene, integrierte Abo-Funktion für Kommentare zu einzelnen Artikeln hat. Ob nun wirklich eine Gefahr für hunderte deutsche Blogger besteht, wage ich zu bezweifeln. Jedoch stellt sich mir nun die Frage entweder auf das Plugin gänzlich zu verzichten oder eine Alternative zu suchen, die das Double-Opt-In-Verfahren kennt.
Mein Fazit
Ich habe das Plugin “Subscribe to Comments” erst einmal deaktiviert und werde die Entwicklung abwarten.
Als alternative Möglichkeit meine Kommentare zu beobachten könnt Ihr erst einmal den RSS-Feed für einzelne Artikel benutzen. Den entsprechenden Link findet Ihr immer am Ende eines Artikels.
Statistik: SPAM Report #5
Seit meinem letzten SPAM Report #4 vom 17.08.2007 sind schon ein paar Monate vergangen. Mein SPAM Counter steht nun bei 30.000 SPAM-Kommentaren. Damit sind in den letzten knapp 5 1/2 Monaten insgesamt 8.800 neue SPAM-Kommentare dazugekommen. Für meinen kleinen Blog eigentlich eine ganze Menge.
Dazu muss ich aber sagen, das fast 100 % durch die bei mir installierten Anti-Spam WordPress Plugins beseitigt werden. Daher noch einmal vielen Dank an Akismet, Math Comment Spam Protection und Simple Trackback Validation. Diese drei WordPress Plugins leisten wirklich beste Arbeit!
Abmahngebühren – Mehr Schutz des geistigen Eigentums
Da hab ich doch letztens nicht schlecht gestaunt als ich im ZDF Heute-Journal einen Bericht zum Gesetzesentwurf Mehr Schutz des geistigen Eigentums gesehen habe. Unter anderem ging es in den Beitrag um die aktuelle Situation der auswuchernden Abmahngebühren gerade für private Webseiten, wo für wirklich lächerliche kleine Bilder 1000 Euro und mehr an Kosten enstehen könnten. Und das dieses Problem inzwischen auch von der Bundesregierung erkannt und eben mit dem Gesetzesentwurf zu “Mehr Schutz des geistigen Eigentums” verbessert werden soll.
Fingerzeig schliesst Blog
Heute habe ich es erst nicht glauben können aber es stimmt. Im Zuge der Abmahnung wegen der Fotografie eines Brötchens und des dadurch entstandenen Streitwertes von sage und schreibe 6.000 Euro hat Finger.Zeig.net Konsequenzen gezogen und seinen Blog abgeschaltet.
Über den Abmahnirrsinn wurde schon öfters berichtet und Diskutiert. Ich persönlich wüsste nicht wie ich in einem solchen Fall reagieren würde. Aber in einer gewissen Weise habe ich schon reagiert und einige Fotos aus meinem Blog gestrichen. Was mich aber besonders nervt an solchen Sachen wie der Abmahnung ist, das solche Seiten wie YouTube, myVideo, Sevenload & Co. tausende von Bilder und Videos auf Ihren Seiten zeigen und damit Millionen verdienen, aber sich damit herausreden, das Sie ja die Inhalte nicht selber reinstellen und somit auch nicht rechtlich Strafbar gemacht werden können – echt schlimm!
Nachtrag 1: Fingerzeig bloggt nun unter Blattschatten.de. Nach dem Motto: Alles neu macht der Januar. Der gleiche Blog ist nun auch unter Finger.Zeig.net zu sehen.
Was darf man alles bloggen?
… Johnny vom Spreeblick hat mal einiges zum Thema “Darf ich das bloggen?” zusammen gestellt. Hintergrund: Die zunehmenden Abmahnungen wegen Urheberrechtsverletzungen gegen Blogger.
Nun beschäftige ich mich seit einigen Wochen mit dem Thema bloggen, so muss ich leider nach und nach immer mehr feststellen, das es wohl nicht so einfach ist eben mal ein Bild oder Video auf seiner eigenen Blogseite von anderen Quellen bereit zu stellen.
Den kompletten Beitrag zu dem Thema findest du hier: Spreeblick » Darf ich das bloggen?
Aktuell: Einen aktuelle Fall einer Abmahnung findet Ihr in dem Blog von Mario Thiel.
Videos Einbinden von YouTube und Co. – Ein Risiko?
Ist das Einbinden von Videos ein Risiko für private Blogs? Ich denke schon das es sich um eine echte Grauzone handelt, da die Frage der Rechte auf die gezeigten Videos immer eine Rolle spielt. Es handelt sich um lustige Werbevideos, Ausschnitte aus Fernsehsendungen oder Spielfilmen, usw., die wenigsten davon sind rein privat. Und selbst bei den privaten Videos liegt natürlich kein schriftliches Einverständnis der gezeigten Personen vor.
Wenn man das ganze weiter denkt, so könnten auch Webseitenbetreiber abgemahnt werden, wenn diese Videos von YouTube und Co. in Artikel einbetten. Bei Bildern geht das schnell: Selbst bei einem einzigen Bild ohne fehlender Rechte kommen schnell mal einige hundert Euros zusammen, und da ist es egal, ob das Bild nun von einer fremden Webseite per IMG-Tag eingebunden (z.B. von allyoucanupload) oder auf den eigenen Server hochgeladen wurde.
Fälle von Abmahnungen sind wohl noch nicht bekannt, zu schnell würde sich so etwas in der Blogosphere herumsprechen.
Da ich noch neu bin mit meinem Weblog, werde ich mich wohl noch einige Zeit mit diesem Thema befassen müssen – leider!
Gefunden auf: sw-guide.de