LED-Lampen und ihre Schwachstellen – oder Wenn das Licht flackert ist der LED Treiber schuld und nicht die LED

LED Treiber

LED Lampen unterscheiden sich deutlich von herkömmlichen Glühbirnen oder Halogenlampen. Qualitativ hochwertige LED-Systeme, bestehend aus LED und LED Treiber, können mit weniger Energieeinsatz eine mindestens gleich große Lichtmenge gewährleisten. Neue Wege sind zu gehen – die alte Glühlampe hat europaweit ausgedient und die Energiesparlampe hat nicht auf ganzer Linie überzeugen können. Das Potenzial der Leuchtdioden ist groß, wenn die verbauten Materialien dieser Lichteinheit von hoher Qualität sind und ein vergleichbarer Standard bei den Hilfskomponenten gehalten wird.

Leuchtdioden altern. Ihre Lichtausbeute verringert sich im Laufe ihres Lebens. Den schleichenden Alterungsverlauf beschreibt die sogenannte Licht-Degradation. Eine Berechnung des Verhältnisses der aktuellen Leuchtstärke zu ihrem Anfangswert. Die Kristalle der Diode altern durch Wärmeentwicklung und die ursprüngliche Leuchtkraft wird zunehmend weniger erreicht. Fehlstellen des Kristalls stehen innerhalb des Verbundes des Halbleitermaterials für die Erzeugung von Strahlung nicht weiter zur Verfügung. Die LED Lampe wird nach und nach dunkler.

Grundsätzlich ist festzuhalten, dass die Betriebsbedingungen die Lebensdauer aller Bauteile bestimmen. Eine LED ist kühl zu betreiben – mit steigender Temperatur sinkt ihre Lichtleistung. In Abhängigkeit von den Temperaturen einzelner Komponenten wirkt sich das Derating (englisch für „Herabsetzung“) als Verringerung des Wirkungsgrades aus.

Ganz anders sieht es bei einem Totalausfall von LED Lampen aus. Ursächlich ist hierbei in den seltensten Fällen die LED selbst. Vielmehr setzen thermische Einflüsse auch anderen Bauteilen zu. Zum Beispiel arbeiten die LED Treiber am wirkungsvollsten in kühler Umgebung. Sie werden benötigt, um eine möglichst konstante Spannung an den LEDs sicherzustellen. Bereits kleine Spannungsschwankungen haben große Strom- und damit Helligkeitsänderungen zur Folge. Werden an dieser Stelle qualitativ minderwertige, weil zu billige Bauteile eingesetzt, ist ein Scheitern des Gesamtsystems das Resultat. Zu erkennen ist das am Flackern von LED Lampen. Ebenso können längere Einschaltzeichen ein erster Hinweis auf einen angeschlagenen LED Treiber sein. Bei billigen LED-Lampen wurde also hier gespart. Der geizig geile Käufer kauft somit Elektronikschrott mit niedriger Lebensdauer, der Umwelt zuliebe.

Dies ist ein Gastbeitrag von Thomas Reichelt (ledclusive.de).

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