Kostenlose Schufa-Datenauskunft seit dem 1. April 2010
Seit dem 1. April 2010 kann man als Verbraucher nun eine kostenlose Schufa-Auskunft durchführen. Dabei kann man die Verbraucherdaten abrufen, die bei der Kreditauskunft SCHUFA über einen persönlich gespeichert sind.
Im Februar hatte ich schon einmal darüber berichtet: die SCHUFA muss einmal im Jahr kostenlos über gespeicherte Verbraucherdaten informieren. Wer also gerne seine Kreditwürdigkeit prüfen möchte, oder nur mal schauen möchte was so über einen gespeichert ist, der hat nun die Möglichkeit kostenlos bei der SCHUFA eine entsprechende Auskunft einzuholen. Die SCHUFA speichert übrigens Daten zu Konten, Krediten und zu Mobilfunkverträgen von Verbrauchern.Ab sofort wird für die Eigenauskunft also kein Geld mehr verlangen. Die SCHUFA muss dann auch offenlegen, wie sie zur Einschätzung der jeweils eingetragenen Daten gelangt ist – die bisherigen Verschleierungen werden damit der Vergangenheit angehören müssen. Die SCHUFA muss somit ihre Karten auch gegenüber den eingetragenen Verbrauchern offenlegen. Sehr schön so entsteht wenigstens mal etwas mehr Transparenz und das sogar kostenlos
Die Schufa spricht bei der kostenlosen Datenauskunft übrigens von einer Datenübersicht nach § 34 Bundesdatenschutzgesetz. Dabei müssen alle Informationen, die bei der SCHUFA über einen gespeichert sind herausgegeben werden. Man erfährt dabei, woher diese Daten stammen und an wen sie weitergeleitet wurden. Unter folgendem Link kannst du aktuell deine persönliche Datenübersicht beantragen. Die Schufa schreibt über die Datenübersicht folgendes:
Datenübersicht nach § 34 Bundesdatenschutzgesetz
In der Datenübersicht nach § 34 Bundesdatenschutzgesetz finden Sie alle Informationen, die bei der SCHUFA über Sie gespeichert werden. Sie erfahren, woher diese stammen und an wen sie weitergeleitet wurden. Auf Wunsch können Sie mit der Datenübersicht nach § 34 Bundesdatenschutzgesetz auch Ihre aktuellen Wahrscheinlichkeitswerte erhalten.
Um die Datenübersicht nach § 34 Bundesdatenschutzgesetz beantragen zu können, lädt man sich das entsprechende PDF-Formular herunter und schickt es ausgefüllt, zusammen mit einer Kopie des Personalausweises, per Post an die angegebene Adresse zurück – fertig. Eine Identifizierung über das allgemein übliche Postident-Verfahren ist also nicht notwendig. Auf der Seite von Matthias kannst du noch mal etwas genauer nachlesen wie die kostenlose Schufa Auskunft genau geht.
Wie seht Ihr diesen kostenlosen (aufgezwungenen) Dienst der Schufa? Werdet Ihr dort nun auch einmal eine kostenlose Anfrage über Eure gespeicherten Daten starten? Ich persönlich werde in den nächsten 1-2 Monaten wohl mal eine kostenlose Schufa-Auskunft einholen.



guter artikel, erstmal danke dafür
kostenlos, heisst für mich eigentlich kostenlos wer übernimmt die kosten für download (oder 2mal post ohne inet), drucken, zeit zum ausfüllen, porto, nachkontrolle bekomme ich das erstattet???
alternativ: Bonitätsauskunft für 18,50euro (stand 3.12.2010) das is doch wucher für daten abzocken
kostenlos ist in der brd ja leider nicht immer kostenlos zB. schufa bremen persöhnlich, gucken wann öffnungszeiten, beantragen und gleich einsicht nehmen war das alte system 2h zeit + 4,20eu strassenbahn
mfg Jan
Wie sollen EU-Bürger, die in Deutschland wohnen, das eigentlich machen? Als EU-Bürger braucht man doch keinen Pass, um sich in Deutschland aufzuhalten. Da ich länger nicht außerhalb der EU gereist bin, habe ich auch keinen. Aber die SCHUFA verlangt bei Nicht-Deutschen stur eine Kopie des Passes. Ich habe den Bestellformular ausgefüllt und eine Kopie meines EU-Ausweises + meiner Meldebescheinigung beigefügt, bekam aber als Antwort ein Schreiben, dass ich bitte eine Kopie meines Passes denen zuschicken soll. Aber wenn ich doch keinen habe???
Soll das heißen, dass die SCHUFA-Mitarbeiter, die die Anfragen bearbeiten, nicht Bescheid wissen, oder ist das Absicht, weil die SCHUFA solche Anfragen nicht gerne hat und es einem möglichst schwer machen will?