Genius unter iTunes 8 verwenden und alle Daten an Apple senden!
Wer sich die neu Apple iTunes Software in der Version 8.0 installiert hat, dem ist sicherlich schon die neue Funktionalität Genius aufgefallen. Mit der neue Funktion Genius können automatisierte Playlisten erstellt werden. Genius erstellt dabei Wiedergabelisten von Titeln aus deiner Mediathek, die stilistisch zusammen passen.
Beim erstellen der Genius Wiedergabelisten sendet iTunes 8.0 jedoch Daten der eigenen Mediathek an Apple! Genius kommuniziert also mit Apple und sendet Informationen und Details zu der Musik, die auf deinem Rechner vorhanden ist. Auch deine Einkaufsstatistik im Apple-Store wird dabei ausgewertet.
Bisher hatte ich es aus diesem Grund vermieden die Genius Funktion auszuprobieren, da bei dem Abgleich halt doch persönliche Daten übermittelt werden.
Die Daten sind laut Apple jedoch anonymisiert und deswegen habe ich es heute einmal ausprobiert und mir eine Genius-Wiedergabeliste auf Basis eines bestimmten Titel’s zusammen stellen lassen.
Genius unter Apple 8 aktivieren
Als erstes muss man einmal Genius aktivieren, am einfachsten geht dies über die Genius-Seitenleiste. Durch den Klick auf den Button”Genius aktivieren wird eine Verbindung zum Apple-Store aufgebaut und man muss sich dort mit seiner Apple-ID anmelden (warum auch immer). Hier verspricht Apple noch einmal folgendes:
“Die Informationen zu Ihrer iTunes Mediathek werden zwar anonym gespeichert, Sie müssen jedoch über einen iTunes Store Account verfügen, um Genius aktiviern zu können. Falls Sie einen iTunes Store Account haben, melden Sie sich bitte nachfolgend an. …”
Bei solchen Aussagen kann man schon einmal ins Grübeln kommen – Anonym und doch mit einer Apple-ID anmelden müssen – was soll das denn! Na ja ich habe ja nichts zu verbergen und schwupp eine Schritt weiter gegangen und mich für Genius angemeldet.
Nun noch kurz die Allgemeinen Geschäftsbedingungen von Apple akzeptieren, hier wird auch von Genius Dienstleistungsbedingungen gesprochen. In den Geschäftsbedingungen wird noch einmal genau davon gesprochen was Apple mit deinen Daten anstellt oder eben auch nicht.
Was kann Apple nun mit den gesammelten Genius Daten machen
Mit den Daten gesammelten Daten darf Apple dir:
- Persönliche Playlists von deiner iTunes Bibliothek erstellen.
- Medien und andere Produkte und Dienstleistungen, die du erwerben könntest, empfehlen.
- und halt auch Anderen Nutzern Produkte und Dienstleistungen empfehlen.
Drei Schritte bis Genius bereit ist zur Verwendung
So wenn das alles erfolgreich war, startet Genius im ersten Schritt erst einmal damit, die Informationen zu deiner iTunes Mediathek einzusammeln. Im zweiten Schritt werden die gesammelten Informationen dann an Apple gesendet. Zum Schluss im dritten Schritt, werden dir die Genius-Ergebnisse gesendet.
Genius anwenden
So nun ist Genius endlich fertig und kann auf beliebige Titel angewendet werden. Dafür musst du einfach einen Titel aus deiner Musiksammlung anklicken und dann unten rechts das Symbol “Genius starten” drücken. Nun wird eine Wiedergabeliste mit entsprechenden Titeln erstellt. Zusätzlich werden dir rechts in der “Genius-Seitenleiste” Angebote von Apple gemacht zu Titeln die ebenfalls dem ausgewählten Titel entsprechen.

Die Wiedergabeliste ist standardmäßig mit 25 Titeln gefüllt, du kannst sie aber auch in 25er Schritten auf bis zu 100 Titel erweitern. Nun kann man die Wiedergabeliste unter einen Namen abspeichern und brennen oder auf den eigenen iPod übertragen und dann seine Musik genießen
Mein Fazit zu Genius
Mir persönlich gefallen die erstellten Wiedergabelisten sehr gut, die Qualität kann sich sehen lassen. Ich finde Genius insgesamt eine geniale Sache. Die Übertragung aller Titel an Apple hat dabei leider einen Nachgeschmack, da man beim Anmelden an Genius leider seine Apple-ID mit angeben muss. Da muss man Apple einfach vertrauen und darauf hoffen, das die Daten anonym behandelt werden. Schließlich hat Apple genius auch ins Leben gerufen um über den Apple Store Musiktitel zu verkaufen.




Ich finde die Genius Funktion auch ganz toll. Von der Übertragung der Daten bin ich natürlich auch nicht sonderlich begeistert. Ich hoffe einfach mal, dass sie diese nur zu Marktforschungszwecken und für einen besseren Service benutzen.